Das iPhone macht's vor: Ohne multimediafähiges, onlinetaugliches Mobiltelefon hinkt man der Zeit hinterher. Der Trend geht zum sogenannten Smartphone. Als ständiger persönlicher Begleiter wird es immer mehr zum zentralen Kommunikationstool - ob per Anruf, SMS, eMail, per Bild, Video oder mobilem Internet. Überall und jederzeit erfolgt der Zugriff auf situationsrelevante Informationen - häufig sogar in direkter Abhängigkeit zum aktuellen Standort…
Herr Gessenhardt, resultieren daraus Einflüsse auf das Kommunikationsverhalten von Unternehmen und Marken gegenüber ihren Kunden?
Ja natürlich. Das Mobiltelefon hat bereits allein durch die Möglichkeit jederzeit und überall telefonisch erreichbar zu sein unser Kommunikationsverhalten nachhaltig beeinflusst. Ebenso wie das Internet in nur 15 Jahren unser gesamtes Wirtschafts- und auch Privatleben dramatisch verändert hat, prognostizieren wir eine ähnliche Entwicklung mit den neuen Möglichkeiten der mobilen Kommunikation.
Das Besondere: Mit den Entwicklungen der letzten 2 Jahre eröffnet sich 2010 wieder ein neuer Evolutionsschritt: Die Verschmelzung von Internet und mobilen Anwendungen mittels der Smartphones. Erstmalig wachsen diese sich rasant entwickelnden Kommunikationskanäle zusammen und eröffnen Unternehmen und Marken gänzlich neue Ansätze, wann, wie und in welcher Form sie mit ihren Kunden in Kontakt treten. Der sich daraus entwickelnde Einfluss auf das Kommunikationsverhalten ist nach unserer Meinung so stark, dass die digitale Kommunikationsstrategie von Unternehmen und Marken künftig die Ausrichtungt für alle anderen (klassischen) Medien vorgeben wird.
Gelingt mit iPhone & Co einen weiteren Kommunikationskanal für Unternehmen zu ihren Kunden zu öffnen und sogar und kostenpflichtige Geschäftsmodelle zu etablieren?
Mobiltelefone sind heute unser privatestes Medium. Geben Sie ihr Mobiltelefon gern anderen in die Hand, selbst nur zum Telefonieren? Eher nicht, da inzwischen auf dem Mobiltelefon nicht nur unseren Telefonkontakte gespeichert sind, sondern auch sehr private Textnachrichten, eMails, Fotos und Videos. Für Unternehmen, die über dieses Medium mit ihren Kunden kommunizieren und ggf. sogar Erlöse generieren wollen gilt: Erstens: Nichts ohne ausdrückliche Zustimmung des Nutzers. Zweitens: Ohne einen „mobilen“ Mehrwert für den Kunden wird Sie der Kunde nicht auf seinem zentralen Alltagsmedium akzeptieren.
Wir erarbeiten für unsere Kunden bereits heute Geschäftsmodelle, die das Handy als zentralen Bestandteil für Transaktionserlöse einsetzen oder sogar neue Geschäftsmodelle ermöglichen, die ohne Mobiltelefon überhaupt nicht existieren würden. Einige davon werden wir im Rahmen der media.-net Veranstaltung a m 23.2. bei der Aperto AG vorstellen.
Und wie nutzen Sie ihr Mobiltelefon in 3-5 Jahren?
In 5 Jahren ist mein Smartphone mein zentrales Medium für meine private Kommunikation. eMail und SMS nutze ich dabei so gut wie überhaupt nicht mehr, da ich mit meiner mobilen Facebook-App alle meine Freunde jederzeit ob per Anruf oder Text- oder Bildmitteilung schneller erreichen kann. Da ich weniger Zeit im Büro verbringe, erledige ich den Großteil meiner Geschäftskommunikation und Terminverwaltung mittels meinem Smartphone. Es ist zugleich mein ständiger Begleiter in allen Alltagssituationen und bietet mir jederzeit die Möglichkeit situations- und ortsabhängig auf verschiedenste Informationen aus dem Internet zuzugreifen. Von meinen Supermarkt bekomme ich regelmäßig digitale Coupons auf mein Handy geschickt, die abgestimmt auf mein Einkaufsverhalten sind. Mein Handy ist meine Fotokamera und Musikplayer. Gleichzeitig ist es mein Handy meine Geldbörse und enthält meinen digitalen Personalausweis. Mit meinem Mobiltelefon bezahle ich meine Einkäufe, sowohl Online als auch bereits in einigen Supermärkten, in der Bahn oder am Parkautomaten. Hinterlegt sind auf meinem Handy nicht nur alle meine Kundenkarten (wie Payback, Miles&More usw.) sondern auch meine Bankdaten und Kreditkarten. Zuhause synchronisiere und steuere ich mit meinem Handy alle digitalen Geräte, ob den Fernseher, Musikanlage oder meinen Tablet-PC. Sogar für die Steuerung meine Heizung oder des Energieverbrauchs im Haushalt habe ich eine App auf meinem Handy.
Alles nur Theorie? Nein, alle beschriebenen Anwendungen sind heute bereits technisch umgesetzt und befinden sich bereits in der Markteinführung. In 3-5 Jahren haben diese Anwendungen bereits eine „kritische Masse“ der Bevölkerung erreicht und werden von uns im Alltag eingesetzt.
Das media.net blickt am 23. Februar 2010 in seiner Reihe media.net@ hinter die Kulissen des führenden Qualitäts-Dienstleister für Internet-Lösungen in Deutschland.
Aperto move ist als Tochterfirma der aperto AG verantwortlich für die Mobilisierung digitaler Kommunikationslösungen. Aperto ist einer der führenden Qualitäts-Dienstleister für Internet-Lösungen in Deutschland. Mehr als 75 Unternehmen gehören zum Kundenstamm der 1995 gegründeten Agentur, darunter u. a. das ZDF, Siemens, VW und verschiedene Bundesministerien. Aperto entwickelt markengerechte Kommunikationslösungen mit besonderem Fokus auf Bedienbarkeit, Dialogfähigkeit und Konvergenz. Aperto ist seit 1999 für ihr Qualitätsmanagement ISO-zertifiziert.
Webseite: www.aperto.de
Carola Ehrlich-Cypra
Redakteurin
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