moviepilot ist der größte personalisierbare Entertainment-Guide im Netz. Anstatt sich auf den Daumen der Filmkritiker zu verlassen, stellt die Website den User und seinen persönlichen Filmgeschmack in den Mittelpunkt: Nutzer bewerten Filme, die sie kennen und erhalten auf Basis ihrer Bewertungen und des Filmwissens hunderttausender Filmliebhaber ein individuelles Kino-, DVD-, Video-on-Demand- und Fernsehprogramm – mit Vorhersagen darüber, wie ihnen neue Filme gefallen werden. Ermöglicht werden die individuellen Filmtipps durch die moviepilot-Community, die größte und aktivste Filmcommunity in Deutschland. Mit rund 1,5 Mio. Nutzern im Monat gehört moviepilot nur drei Jahre nach Gründung zu den wichtigsten deutschen Filmwebseiten. Das media.net sprach mit Jon Handschin. einem der Gründer von moviepilot und verantwortlich für die Produktentwicklung.
Herr Handschin, wie kam es zur Idee für moviepilot?
Tobias Bauckhage und ich kennen uns seit dem gemeinsamen Studium an der Humboldt Universität in Berlin. Wir wollten immer selbständig sein. Nachdem wir beide erste Berufserfahrungen gesammelt hatten, Tobias bei der Boston Consulting Group und ich bei der Filmproduktionsfirma teamWorx, war es 2005 so weit: Gemeinsam gründeten wir die Filmverleih- und Produktionsfirma jetfilm. moviepilot ist eine Fortführung unserer Erfahrungen aus der klassischen Filmwirtschaft mit digitalen Mitteln. Für Filmverleiher ist die Kraft der Mundpropaganda das wichtigste Marketinginstrument schlechthin. Mit moviepilot bündeln wir die diffusen Mundpropagandaströme der realen Welt im Netz und machen diese als soziale, geschmacksbasierte Filmempfehlung nutzbar.
Und wie finanziert sich moviepilot?
moviepilot.de gehört mittlerweile zu den reichweitenstärksten Filmseiten im deutschsprachigen Netz. Unser Sales Team rund um Ingke Weimert arbeitet eng mit Kinoverleihern, DVD Vertriebshäusern aber auch zunehmend Gaming Kunden zusammen. Wir bieten klassische Displaywerbung, werfen aber zwei deutlich Mehrwerte in den Ring: Zum einen können wir Kampagnen wie Newsletter Marketing oder Pre-View Einladungen geschmacksbasiert durchführen. Außerdem bieten wir eine sehr aktive Heavy-Interest Community, die flankierende Kampagnenelemente von unserer Seite, wie z.B. Videoquizze, in anderen Netzwerken wie Facebook oder Twitter postet. Das macht moviepilot zur idealen Startplattform für virale Kampagnen mit filmaffinen Themen.
Der zweite Aspekt unseres Geschäftsmodells besteht zunehmend in der Lizenzierung unseres Empfehlungs-Know-Hows. Wir sind gerade dabei nicht nur in Deutschland sondern auch in den UK und den USA, mit Video on Demand Anbietern und Telcos zu sprechen. Unsere personalisierten Filmempfehlungen können diesen Unternehmen helfen, ihren Kunden eine bessere Nutzungserfahrung zu bieten und - wie das Netflix Vorbild aus den Staaten zeigt - am Ende mehr Verkäufe zu generieren.
Herr Handschin, ein Blick in die Zukunft Wo sehen sie ihr Unternehmen in 3-5 Jahren?
Der gesamte Fernsehmarkt steht in den nächsten drei bis fünf Jahren vor den größten Umwälzungen, die es vielleicht seit der Einführung des Privatfernsehens gegeben hat: Neue Technologien, neue Geräte, neue Nutzungs- und Sehgewohnheiten und neue Spieler drängen auf diesen viele Jahre lang abgeschotteten Markt. Digital erprobte Werbevermarkter werden den Fluss der Geldströme darin verändern. Neue Geschäftsmodelle werden die klassischen Vertriebsfenster der Filmauswertung zumindest in Frage stellen. Wir stehen am Anfang eines Sturms. Und ich glaube, dass moviepilot durch seinen Fokus auf das Thema „Empfehlungen“ gut gerüstet ist, um nicht nur durch diesen Sturm zu fliegen, sondern von ihm zu profitieren. Unser erklärtes Ziel ist es, moviepilot in den nächsten Jahren als eins der weltweit führenden Unternehmen im Bereich personalisierte Empfehlungen zu etablieren.
Vielen Dank für das Gespräch.
Carola Ehrlich-Cypra
Editor media.news
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