1. Herr Lennartz, seit sieben Jahren unterstützt das Investors´ Dinner. Warum engagiert sich EY hier?

Mit Entrepreneuren zu arbeiten liegt in der DNA von EY – und zwar weltweit. Wir verstehen uns als ein Bestandteil des Start-up Ökosystems in den Start-up Hochburgen in Deutschland und wollen Start-ups auf Ihrem teilweise dornigen Weg unterstützen. Denn die Start-ups von heute werden die Mittelständler und die Marktführer von morgen sein. Die Initiative von media:net passt daher ideal zu unseren Zielen. Sie schafft sowohl für Start-ups als auch für Investoren eine unvergleichliche Plattform, die die unkomplizierte Vermittlung von Frühphasenfinanzierung für technologieorientierte Start-ups ermöglicht. Im Rahmen eines exklusiven Dinners haben die Gründer an einem Abend die Möglichkeit, mindestens 9 hochwertige Investoren von Ihrer Geschäftsidee zu überzeugen und die Finanzierung für den nächsten Schritt Ihres Start-ups sicher zu stellen. Dabei unterstützen wir sehr gerne.

  1. Was bringt EY, den Start-ups und allen Investoren das Investors` Dinner?

Neben den bereits erwähnten Vorteilen zeigen die bisherigen Investoren Dinner zwischen 2011 und 2018, dass zahlreichen Start-ups durch das Investors´ Dinner der erfolgreiche Weg zu Investments geebnet wurde. So haben z.B. BMP, BDMI, der Frühphasenfonds Brandenburg, HTGF, Software & Support / WestTech Ventures und weitere Risikokapitalgeber in teilnehmende Start-ups investiert. Darüber hinaus sind viele wertvolle Kontakte entstanden, die teilweise bis heute bestehen. Zusätzlich profitieren die Teilnehmer vom Netzwerk und dem Gedankenaustausch mit weiteren Gründern. Durch die Vorauswahl einer Expertenjury, ist die Qualität Start-ups jedes Mal sehr hoch und die Wahrscheinlichkeit einer Finanzierung höher als wenn die Investoren isoliert angesprochen werden. Die Investoren bekommen dadurch qualitativ hochwertige Start-ups an einem Abend vorgestellt, was hocheffizient ist. EY profitiert dadurch dass der Bekanntheitsgrad der EY Start-up Initiative erhöht wird und wir gleichzeitig am Puls der Zeit bleiben sowie die neuesten Trends und Entwicklungen im Start-up Bereich hautnah miterleben.

  1. Ohne EY kein „Berlin Valley“: Seit sieben Jahren sind sie einer der Hauptunterstützer der Berliner Startup Szene. In welche Richtung wird sich die Berliner Start-up Szene entwickeln? Welchen Einfluss hat sie auf die etablierten Unternehmen? Und was kann die Verwaltung von Start-ups lernen?

 Besonders wichtig ist uns die Unterstützung der verschiedenen Start-ups auf ihrem Weg zum Marktführer anhand von unserem neuen Programm  EYnovationTM, bei dem wir neben attraktiven Konditionen den jungen Unternehmen Mentoren an die Hand geben und wertvolle strategische Beratung zur Verfügung stellen. Ebenso wichtig ist uns die Verbindung zwischen Start-ups und der etablierten Industrie. Durch unsere mehrmals im Jahr stattfindenden Veranstaltungen „Innovation durch Kooperation mit Start-ups“ im Rahmen des Unternehmerwettbewerbs „Entrepreneur of the Year“ geben wir Start-ups aus dem B2B Bereich die Möglichkeit, sich den besten Unternehmern Deutschlands vorzustellen und Geschäftsbeziehungen einzugehen. Denn den meisten B2B Start-ups aus Berlin fehlen die passenden Kontakte zu Industrie, die sich in der Regel außerhalb der Grenzen von Berlin befinden. Die etablierten Unternehmen lernen dadurch die Agilität und die innovativen, neuen Ideen der Start-ups hautnah kennen.

Die veraltete Verwaltung von Berlin sollte sich insbesondere bei der Geschwindigkeit und den vielen digitalen Anwendungen vielmehr an Start-ups ausrichten und Ihnen die Chance geben, bei der bereits jetzt viel zu späten Digitalisierung der Verwaltung entscheidend zu unterstützen, bevor der Service aufgrund von Nachwuchsmangel vollständig zum Erliegen kommt.

  1. Seit 2014 veröffentlicht EY das Start-up Barometer. Was sind die aktuellen Erkenntnisse? Welche Trends zeichnen sich ab?

Deutsche Start-ups konnten 2017 Rekordsummen einwerben: Der Gesamtwert der Investitionen ist von 2,3 auf 4,3 Milliarden Euro geklettert – ein Anstieg um 88 Prozent. Grund für das starke Wachstum waren vor allem einige sehr große Deals mit einem Volumen von jeweils mehr als 100 Millionen Euro, die im Vorjahr vollständig gefehlt hatten. Aber auch die Zahl der Finanzierungsrunden legte zu: um fünf Prozent auf 507. Damit stiegen sowohl das Volumen als auch die Transaktionszahl auf ein neues Rekordniveau.

Berlin konnte abermals den Titel als Deutschlands Start-up-Hauptstadt verteidigen und seinen Vorsprung sogar ausbauen. 208 Berliner Start-ups erhielten im vergangenen Jahr bei 233 Finanzierungsrunden insgesamt knapp 3 Milliarden Euro – fast dreimal so viel wie im Vorjahr. Bayerische Jungunternehmen konnten insgesamt 407 Millionen Euro einwerben, was allerdings einem Rückgang um 23 Prozent entspricht. Hamburg liegt beim Finanzierungsvolumen auf dem dritten Rang: Insgesamt 230 Millionen Euro flossen in Hamburger Start-ups – ein Anstieg um 80 Prozent gegenüber 2016. Dahinter folgen Baden-Württemberg (207 Millionen Euro), Thüringen (118 Millionen Euro) und Nordrhein-Westfalen (96 Millionen Euro). Das meiste Geld floss im vergangenen Jahr in E-Commerce-Unternehmen. Insgesamt kamen die Start-ups aus diesem Bereich auf 1,8 Milliarden Euro – nach 438 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Im E-Commerce-Segment wurden mit 95 Transaktionen zudem die meisten Finanzierungsrunden gezählt. Gestiegen sind sowohl die Zahl als auch der Wert der Finanzspritzen für junge FinTech-Unternehmen: von 55 auf 58 Transaktionen bzw. von 415 auf 541 Millionen Euro. Auch im Bereich Health ist ein starker Anstieg zu verzeichnen: von 60 auf 71 Transaktionen und von 291 auf 522 Millionen Euro. Rückläufig waren hingegen die Summen, die in Start-ups im Bereich Energie flossen: Zwar stieg die Zahl der Finanzierungsrunden von zehn auf 15, das Investitionsvolumen hat sich allerdings von 231 auf 86 Millionen Euro mehr als halbiert.

  1. Laut EY Barometer erhielten 208 Berliner Startups im vergangenen Jahr Risikokapital, in Brandenburg waren es 5 Startups. Beim Investitionsvolumen hat Berlin mit fast 3 Mrd. Euro die Nase weit vorn. An Brandenburger Startups flossen 22 Millionen. Im media:net sind Berlin und Brandenburg vereint, wir unterscheiden nicht zwischen einem Start-up aus Mitte oder Potsdam. Herr Lennartz, holen die Start-ups aus dem sogenannten „Speckgürtel“ von Berlin auf? Welche Gelder fließen bspw. nach Babelsberg und Potsdam in die Media & Entertainment Start-ups?

Aus Brandenburg gab es bei der Analyse der veröffentlichen Finanzierungen leider nicht viel zu berichten. Wir haben lediglich über 5 veröffentlichte Finanzierungen zu berichten, die überwiegende Anzahl der Finanzierungen geht eindeutig nach Berlin.

März 2018

Zur Anmeldung für das Investor´s Dinner geht es hier.

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