Bilge Piskin wuchs in Nagold als Schwäbin mit türkischen Wurzeln auf und studierte Schauspiel, bevor sie in Film, Performance und später auch in Produktion arbeitete. Seit 2020 verbindet sie ihre Filmexpertise mit Erfahrung aus Event-, Hospitality- und Gastronomiebereich und entwickelt Formate, die kuratorisch stark, atmosphärisch und community-orientiert sind.
Im Rahmen der Berlinale konzipierte und begleitete sie mehrere Veranstaltungen, die sich besonders auf Community-Building, Diversität und Sichtbarkeit konzentrierten. Dort etablierte sie ihren Ansatz, durch sorgfältig gestaltete Erlebnisse Menschen aus verschiedenen kulturellen und kreativen Kontexten zusammenzubringen – nicht nur als Publikum, sondern als aktive Teilnehmer:innen.
2023 realisierte sie im Stilwerk (KANTgaragen) ihre erste eigene KI-Ausstellung „Empathy – Wie empathisch kann KI wirklich sein?“ in Kooperation mit dem Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) und CAB Film. Die Visualisierung anonymisierter neurologischer Patientendaten und Krankenakten markierte den Beginn ihrer praktischen künstlerischen Auseinandersetzung mit KI – an der Schnittstelle von Technologie, Verletzlichkeit und menschlicher Erfahrung. Parallel begann sie als KI-Künstlerin eigene narrative Experimente zu entwickeln und die Branche strategisch zu beobachten.
2025 gründete sie Voices of AI – eine Plattform, die die fehlende Verbindung zwischen Film, Kunst, KI-Tools und Tech schließt. Ihr Ziel: Räume zu schaffen, in denen Kreative, Filmemacher:innen, Forscher:innen und Technologieakteure miteinander ins Gespräch kommen und neue Narrative entwickeln können. Voices of AI stellt dabei die Frage, wie menschliche und maschinelle Perspektiven gemeinsam Kommunikationsräume eröffnen können.
Die offizielle Eröffnung von Voices of AI 2025, realisiert mit dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr und der Mission KI, markierte den Moment, in dem sie ihren Schwerpunkt erstmals öffentlich und konsequent auf KI, Kultur und Community ausrichtete – als Weiterführung ihres bisherigen Engagements für Diversität, Dialog und künstlerische Sichtbarkeit.