Nach einer Begrüßung von Maria Wagner (Projektmanagerin media:net) und Andrea Peters (Vorstandsvorsitzende media:net) erzählte Solveig Schulze ihre spannende und inspirierende Geschichte. Mit nur 26 war sie Mitgründerin des Lufthansa Innovation Hubs und es reizte sie damals besonders, dass es etwas Ähnliches zu dem Zeitpunkt noch nicht gab und sie und ihre Mitgründer*innen die alte Corporate-Welt mit der neuen Startup-Welt verbinden wollten.

Bereits als junge Frau war sie gesellschaftlich und politisch engagiert und bewarb sich mit 16 Jahren bei einer Initiative der Bundeszentrale für Politische Bildung, für die sie als jüngste Teilnehmerin angenommen wurde. Diese Teilnahme inspirierte sie sehr auf ihrem weiteren Lebensweg.

Während der Schulzeit und nach dem Abitur durchlief sie Stationen in Schottland und in Kanada, die sie bereicherten und prägten, ihr aber vor allem klarmachten, dass sie alles schaffen kann. In ihrem Studium an der Zeppelin-Universität, das sie als Meilenstein beschreibt, entschied sie sich für Politikwissenschaften. Während ihres Studiums konnte sie sowohl ein Netzwerk etablieren, als auch für sich selbst herausfinden, wo sie steht und was sie möchte. Im Anschluss absolvierte Solveig ein Praktikum im Bundestag, in dem sie sich als Frau jedoch nicht ernst genommen fühlte und stattdessen für weitere Erfahrungen lieber nach Peru ging. Nach zusätzlichen Erfahrungen in der Beratung machte sie Station in Gibraltar, wo sie für einen Inkubator das erste Mal im Digitalbereich arbeitete. Danach führte es Solveig Schulze für ihren Master in International Business nach Barcelona – diese Zeit genoss sie sehr. Während einer anschließenden Reise hörte sie über ihr Alumni-Netzwerk von einem von der Lufthansa geplantem Projekt, über das jedoch nicht viel bekannt war. Solveig war jedoch sofort begeistert und bewarb sich dafür. Drei Wochen später traf sie sich mit dem Projektleiter und war schnell mit an Bord des neuen Lufthansa Innovation Hubs. Gemeinsam mit ihren Kolleg*innen baute Solveig dann das Hub auf, musste sich aber immer wieder gegen Vorteile durchsetzen.

 

„Jugend forscht war noch das Netteste, was wir gehört haben.“

 

Auf ihrem Weg haben sie natürlich auch viele Fehler gemacht, erzählt Solveig. Inzwischen habe der Hub aber ein gutes Standing im Konzern. Sie sieht Digitalisierung auch als eine gute Chance für Frauen, da diese in vielen Unternehmen noch nicht angekommen sei; die Expertise vieler Frauen sei also hier gefragt.

Schulze berichtet, dass der Hub nun nach China expandiert und sie sich auch entschieden habe, den Hub dort aufzubauen, was sie von Beginn an klar kommuniziert hat.

Zum Abschluss gibt sie den Digital Women ein Zitat ihrer Lieblings-Kinderbuchautorin mit auf den Weg:

 

„Freiheit ist für mich, Dinge auch mal anders machen zu können als die Menschen vor mir.“

 

In diesem Sinne freut sie sich auf den weiteren Austausch mit spannenden Frauen. Die Gäste zeigten sich begeistert von dem Format und dem Austausch untereinander. Silvia Bürmann, App Annie:

Es ist schön zu sehen, dass Frauen zusammen kommen um sich auszutauschen, netzwerken und nicht um sich zu beklagen und zu meckern. Eine der wenigen Veranstaltungen für Frauen, die ich mit solch einer Qualität erlebt habe.

In diesem Sinne bedanken wir uns herzlich bei Solveig für ihre Zeit und ihre inspirierende Geschichte und allen weiteren Frauen für Ihr Kommen.

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