„Hier setzen Sozialunternehmer an. Sie werden aktiv und gehen mit ihren Unternehmungen auch Wagnisse ein, statt zu warten, dass sich gesellschaftliche Probleme oder Missstände von alleine auflösen. Damit knüpfen sie an das traditionelle Bild des ehrbaren Kaufmanns an, der sich neben seiner unternehmerischen eben auch seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sein sollte.“

Es gibt es immer wieder Forderungen, dass sich die Rahmenbedingungen für die Gründung sozial ausgerichteter Unternehmen ändern müssen. Neben der Forderung nach einer eigenen Rechtsform, speziellen Förderberatungen und -programmen gibt es auch den Wunsch nach stärkerer Präsenz, auch nach einem Ansprechpartner auf Bundesebene.

Die KfW Bankengruppe bietet seit dem 1. Januar 2012 ein Finanzierungsprogramm für Sozialunternehmen an. Die Bereiche sind allerdings begrenzt auf infrastrukturelle Basisversorgung (kommunale z.B. Allgemeine Verwaltung, öffentliche Sicherheit und Ordnung und soziale Infrastruktur z.B. Kitas, Schulen, Krankenhäuser) Bauen und Sanieren von Nicht- & Wohngebäuden und Themen aus Energie und Umwelt.

Zum einen geht es um die Definition von Social Entrepreneurship, hier gibt es verschiedene Ansichten und Ebenen. Um Unterstützung auf finanzieller oder infrastruktureller Ebene zu gestalten, muss klar sein, welche Unternehmen unter diese Definition fallen. Deutschland ist eines der wenigen europäischen Länder in denen es keine offizielle Definition gibt.

Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit wir von einem sozialen Business sprechen können: Ist es das Geschäftsmodell? Kommt ein Teil des Erlöses der Allgemeinheit zu Gute? Sind die Arbeitsbedingungen besonders nachhaltig?

Zum anderen ist Social Business am Ende auch ein gewinnorientiertes Business. Die erwirtschafteten Gewinne bleiben jedoch im Gegensatz zu üblichen im Unternehmen und Investoren verzichten auf spekulative Gewinne.

„Und soziale Unternehmer schaffen den Spagat zwischen unternehmerischem Denken und sozialem Mehrwert.“ Zwischen finanziellem Erfolg und ‚social impact‘ muss ein Kompromiss gefunden werden.

Wie kann die Finanzierung ablaufen? Ist es notwendig, soziale von solidarischer Ökonomie abzugrenzen? Reicht es aus, bestehende Förderprogramme zu öffnen und die Bedingungen anzupassen?

Aber wenn eins von vier gegründeten Unternehmen in Europa ein Social Enterprise ist, sollte man hier vielleicht einen eigenen infrastrukturellen Rahmen schaffen?

Wir laden Vertreter aus Startups, Organisationen, Kapitalgebern und öffentlicher Seite ein, um mit ihnen und dem Publikum über diese Fragen und Themen zu sprechen.

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