1. Jens, mit Diversity, Inclusion und Gender Equality werben inzwischen viele nationale und internationale Unternehmen um die besten Köpfe. Kürzlich habt ihr beim Girls´ Day die weiblichen Fachkräfte von übermorgen vorrekrutiert. Was bringen Wooga solche Aktionen? Warum ist Employer Branding nicht nur für die Gamesbranche wichtig?
    • Uns geht es um eine glaubwürdige Positionierung gegenüber potentiellen Mitarbeitern. Arbeitnehmer von heute legen Wert auf Unternehmen, die gute Bedingungen bieten, aber sich auch auf gesellschaftlicher Ebene engagieren, zum Beispiel indem die Diversifizierung der Belegschaft vergrößert wird und bislang benachteiligten Gruppen gefördert werden. Bei Wooga engagieren wir uns auf mehreren Ebenen – sei es durch die Unterstützung von bei uns angestellten Eltern, eine vom Management initiierte Arbeitsgruppe zum Thema Diversität oder das zur Verfügung stellen unserer Räumlichkeiten für Veranstaltungen wie den Girls‘ Games Workshop – um nur einige Beispiel zu nennen. Generell möchte jeder Arbeitgeber die besten Talente einstellen, unabhängig davon, in welcher Branche er tätig ist. Und angesichts des Fachkräftemangels in Deutschland kann ich nur jedem Unternehmer raten, sich Gedanken zu machen, wie er die besten Mitarbeiter einstellt und an sich bindet.
  2. Wooga ist der führende deutsche Hersteller sogenannter „Story Driven Casual Games“, wie es auf eurer Seite heißt. In June´s Journey tauchen die Spieler in die glamourösen 1920er Jahre, mit Tropicats gestalte ich meine tropische Trauminsel. Auch über ein top secret Simulationsspiel „BER-Manager – How To Build an Airport“ denkt ihr nach. Jens, wer sind Deine Gamer, wie gut kennst Du sie?
    • Die Zielgruppen über unsere Spiele hinweg kennen wir gut. Wir kommen mit unseren Spielern an verschiedenen Punkten in Kontakt – so zum Beispiel auf Facebook und über den direkten Kontakt mit unserer Kundenbetreuung. Manchmal kommen Spieler sogar bei uns im Büro vorbei – um die Leute hinter den Spielen kennen zu lernen. Und wir betreiben natürlich Marktforschung. So kennen wir Vorlieben und Interessen unserer Zielgruppe, wie sie Ihre Zeit verbringt, welche Features ihnen gut gefallen und welche weniger. Darauf basierend entwickeln wir dann Personae und dementsprechend unsere bestehenden Spiele weiter beziehungsweise konzeptionieren neue.
  3. Vor 10 Jahren hast Du Wooga gegründet und so ziemlich alle Höhen und Tiefen erlebt, die sich Gründer vorstellen können. Im Dezember hast Du Wooga an den israelischen Hersteller Playtika verkauft. Jetzt bist Du angestellter Geschäftsführer. Was hat sich verändert? Ist Dein Leben entspannter? Kannst Du dieses Modell des besonderen Exits anderen Gründern empfehlen?
    • Im Arbeitsalltag hat sich sehr wenig geändert. Ich bin ja nach wie vor komplett für Wooga verantwortlich. Und während es früher mehrere Investoren gab, denen ich Rechenschaft schuldig war, ist das nun ein Eigentümer – dramatisch anders ist das gar nicht. Außerdem geht es Wooga gut, und der neue Eigentümer hat wenig Interesse, in ein gesundes und wachsendes Unternehmen einzugreifen. Mit Playtika haben wir uns bewusst einen Partner gesucht, der sehr komplementär zu unserem Produkt-Portfolio und unserer Kompetenz in der Branche ist. Playtika Stärken liegen, unter anderem, in Live Ops, Künstlicher Intelligenz und Personalisierung – alles Felder, in denen wir viel lernen können. Und ein erfahrener und vertrauensvoller Partner, mit dem wir langfristig erfolgreich sein werden, gibt Sicherheit.

April 2019

Foto: Wooga GmbH

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Wooga GmbH015222673218 tomas.jensen@wooga.com http://www.wooga.com/

Wooga gehört weltweit zu den größten und bekanntesten Entwicklern von story-basierten Spielen für mobile Endgeräte. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin beschäftigt ein internationales Team, das hochqualitative sogenannte Casual Games entwickelt, die sich um spannende Geschichten drehen. Wooga strebt danach, auf das Leben möglichst vieler Menschen einen positiven Einfluss zu haben und jeden Tag besondere Momente zu kreieren – für Spieler wie für Mitarbeiter.

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