1. Ob zu Hause oder unterwegs: Stets aktuell informiert sein und sich dabei auch gut unterhalten zu fühlen, das eint Jung und Alt, doch angesichts der bunten Radiolandschaft hat man mitunter schon die Qual der Wahl. Radio Potsdam sendet seit dem 12. Dezember 2012 mitten aus der Landeshauptstadt. Warum sollten nicht nur Potsdamer diese Frequenz einschalten?
    • Es sollten all die Menschen einschalten, die sich für Potsdam und die Region interessieren. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob sie 20 Jahre oder 60 Jahre alt sind. Die jungen Menschen erfahren, wo es freie Ausbildungsplätze oder Studentenwohnungen gibt oder wer heute in den Clubs auflegt, den Berufstätigen sind die Staumeldungen und die Stadtpolitik wichtig und die reifere Generation bekommt Kultur- oder Restaurant-Tipps. Alle eint ein großes Interesse an Ihrer Heimatstadt. Diese sehr lokale Kompetenz unterscheidet uns auch deutlich von allen anderen Sendern in Potsdam, die hier natürlich auch empfangbar sind.
  2. Wie machen Sie sich fit für die digitale Zukunft?
    • Die Digitalisierung macht selbstverständlich auch vor der Radiobranche nicht halt. Noch ist UKW der am meisten verbreitete und genutzte Empfangsweg in Deutschland. Doch wie werden die Menschen in 10 Jahren Radio hören? Es kann gut sein, dass sich die digitale Version über DAB+ durchsetzt. Da auch bei DAB+ das Frequenzband irgendwann voll ist, haben wir uns in diesem Jahr für eine Lizenz beworben und im September 2018 zum Start der IFA sind auch wir mit Radio Potsdam auf DAB+ On Air gegangen. Damit vergrößerte sich das Sendegebiet von Radio Potsdam mit einem Schlag von circa 450.000 potentiellen Hörern auf 4,4 Millionen.
  3. Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation der lokalen Radiosender im Land Brandenburg? 
    • Im heißen Sommer 2018 schienen auch bei einigen Firmen die Werbebudgets vertrocknet zu sein. Die komplette Branche stöhnte unter der Buchungs-Flaute. Mittlerweile hat sich der Markt deutlich erholt und es geht wieder sehr gut voran. Ich bin mir ziemlich sicher, dass in Zukunft eine noch stärkere Fokussierung nötig sein wird. Sowohl für die Kundenansprache als auch für die Zuhörer. Entweder auf eine spezielle Musikrichtung oder eine deutlich lokal ausgerichtete Berichterstattung. Beliebige Musiksender werden es schwer haben gegen Playlists, Podcasts oder das weltweite Angebot. Wer es schafft, seine Hörer zu überraschen – denn genau das kann Radio im Gegensatz zu einer Playlist – der hat gute Chancen, auch in 10 Jahren noch gehört zu werden und im Werbemarkt zu überleben.

Dezember 2018

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89.2 Radio Potsdam und 99.3 Radio Frankfurt (Oder) sind die neuen lokalen Sender, die zur Brandenburger Lokalradios GmbH gehören.

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