1. Die ems sieht sich selbst als Journalistenschule und Mediendienstleister. Sie bietet Kurse an für Medienmacher, etwa „Erfolgreich posten“ am 8. Oktober. Und sie berät Redaktionen bei ihrer Social Media-Arbeit. Was ist der Top-Tipp Ihrer Trainer?
    • Frage Dich, wer Du bist und was Du bieten kannst. Wir überarbeiten in unseren Kursen regelmäßig die Social Media-Konzepte von Redaktionen und Kunden und stellen immer wieder fest: Viele haben irgendwann mal angefangen zu facebooken, sich aber nie richtig die grundlegenden konzeptionellen Fragen gestellt. Unsere Trainer, allesamt erfahrene Journalisten, die als Social Media-Experten in großen Medienhäusern arbeiten, machen das dann gemeinsam mit den Kursteilnehmern. Mit dem Ergebnis, dass wir das Social Media-Konzept noch einmal schärfen. Wir schauen uns zum Beispiel gemeinsam die Facebook-Posts des Kunden an und bei manchem stellen sich alle die Frage: Wie konnte es dieser Post eigentlich bei uns online schaffen? Wo kommt der her? Der passt doch gar nicht zu unserem Profil. Oft stellt sich heraus: Es waren interne Zwänge, die zu solchen Posts geführt haben, die aber in der Kommunikation nach außen keine Rolle spielen dürfen. Von dieser Erkenntnis ist es nicht weit, zu beschließen: Das lassen wir künftig. Die Postings werden dann oft stringenter, strategischer. Weniger ist mehr.
  2. Zu Ihrer journalistischen Arbeit: Haben Facebook, Twitter und Instagram den Journalismus in den vergangenen Jahren sehr verändert?
    • Durchaus. Wir verstehen aber Journalismus immer als Handwerk, auch wenn es ums journalistische Arbeiten in den sozialen Netzwerken geht. Gute und verständliche Sprache ist in einem Tweet genauso wichtig, wie in einem Radio- oder TV-Beitrag. Und Kriterien wie Wahrhaftigkeit, Relevanz und Fairness gelten auch dort. In unseren Kursen vermitteln wir immer das Handwerk. In praktischen Übungen wenden unsere Kursteilnehmer es an. Und es gibt immer Feedback unserer erfahrenen Trainerinnen und Trainer. Im Social Media-Seminar genauso wie beispielsweise in den klassischen Interviewtrainings oder unseren Mobile Reporting-Kursen.
  3. Was meinen Sie: Ist Journalismus durch die sozialen Netzwerke schneller, hektischer, getriebener geworden?
    • Wir versuchen zu vermitteln, dass auch in den sozialen Netzwerken gilt: Erst richtig, dann schnell. So geben wir das auch an den journalistischen Nachwuchs weiter. Er lernt in unserem Volontariat, Quellen zu prüfen und Informationen in den sozialen Netzwerken zu verifizieren. Gründlichkeit geht immer vor. Wen das anspricht: Ab dem 1. November suchen wir für den dann zwölften ems-Jahrgang wieder 16 Volontärinnen und Volontäre. Sie bekommen bei uns nicht nur eine konsequent multimediale Ausbildung. Wir vermitteln auch, wie wichtig unser Beruf nach wie vor ist und wie viel Spaß er macht.

September 2018

Profil von ems – electronic media school / Schule für elektronische Medien gGmbH

ems – electronic media school / Schule für elektronische Medien gGmbH0331 7313200 info@ems-babelsberg.de http://www.ems-babelsberg.de/

Die ems – electronic media school / Schule für elektronische Medien gGmbH ist eine gemeinnützige Gesellschaft, gegründet am 13. September 2001. Die ems ist Journalistenschule und Mediendienstleister. Sie versteht sich als Medienschule und Trainingszentrum, wo die Arbeit mit und in den Medien gelernt, reflektiert, aufgefrischt und verbessert werden kann.

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