1. Vorbereitungsendspurt für SEHSÜCHTE 2018 vom 25. bis zum 29. April. Was ist der diesjährige Schwerpunkt, wie viel Filme wird es geben, wie viel Gäste werden erwartet?
    •  Unsere Welt ist im Wandel – und so lautet das diesjährige Festivalmotto METAMORPHOSIS. Es geht um Wandlungsprozesse in den unterschiedlichen Bereichen des Lebens, aber auch im Film selbst. So werden gesellschaftliche Umbrüche sozialer, weltanschaulicher oder politischer Natur im Film inhaltlich und ästhetisch widergespiegelt und technologische Veränderungen haben Auswirkungen auf die filmischen Ausdrucksmittel und die Position des Kinos innerhalb der Medienwelt. Wir haben dieses Jahr über 1000 Filmeinreichungen aus über 65 Ländern erhalten, die auf sehr unterschiedliche Art und Weise dieses Thema aufgreifen. Traditionell waren wieder viele Einreichungen aus den Niederlanden, Frankreich und Deutschland dabei. Dieses Jahr haben wir aber auch Filme aus dem Iran oder Argentinien im Festivalprogramm. Fast schade, dass wir am Ende nur 132 Filme ins Programm nehmen können. Es wäre toll, wenn wir die Gästezahl vom Vorjahr, da waren es etwa 5000, dieses Jahr noch einmal erhöhen können. Vier weitere Filmprogramme, sollen uns dabei helfen. Wenn ich vorhin vom Wandel in allen Lebensbereichen sprach, dann ist dieser aber auch im Festivalteam selbst, eigentlich an der ganzen Filmuni, zu spüren. SEHSÜCHTE liegt nicht mehr ausschließlich in den Händen des Studiengangs Medienwissenschaften. Tonstudenten sind aktiv dabei, Studierende des Studiengangs Audio-Visual Application Design, die dieses Jahr unsere Festivalszenografie gestalten werden, als auch Student*innen mit dem Schwerpunkt Filmkulturerbe. Letztere gestalten in diesem Jahr bereits das zweite Jahr in Folge zwei Programme und stellen an zwei Tagen Filme aus der Filmunihistorie vor. Unabhängig von unserem konkreten Festivalmotto haben wir beider Sichtung der eingereichten Filme auch einen grundsätzlichen Wandel der Themenschwerpunkte bei den studentischen Arbeiten festgestellt. Vor zwei oder drei Jahren standen Projektarbeiten zur Flüchtlingsthematik klar im Vordergrund, in diesem Jahr Filme zum Thema Familie und sexuelle Identität.
  2. Auf welche Neuerungen neben den bewährten Programmpunkten dürfen wir uns freuen?
    • SEHSÜCHTE war und ist ein Publikumsfestival. Ein breit gefächertes Filmprogramm mit Workshops, Diskussionspanels und Networking-Plattformen sichert den Austausch von Filmschaffenden, Branchenvertreter*innen sowie Filminteressierten. Abwechslung bietet ein attraktives Rahmenprogramm. Das traditionsreiche Fußball- und Kickerturnier gehört dazu, eine Studio Babelsberg-Tour, die SEHSÜCHTE-Lounge, ein Karaoke-Abend in einem der Uni-Kinos und natürlich die legendäre Abschlussparty am Festivalsamstag. Auch das FUTURE-Programm, das sind die Kinder- und Jugendfilme, die von einer namhaften Kinder- und Jugendjury bewertet werden, wurde um neue Blöcke erweitert und damit bieten sich auch hier neue Diskussionsformen.
  3. Das SEHSÜCHTE-Festival ist seit vielen Jahren auf besondere Weise mit der gesamten Medienstadt verbunden. Welche Sponsoren, Partner und Unterstützer tragen zum Gelingen eines so hochrangigen Festivals bei?
    • Damit SEHSÜCHTE seine kreative Kulturarbeit, die Förderung des Nachwuchses weiterhin fortsetzen kann, sind wir auf Förderungen und Partnerschaften angewiesen. An erster Stelle muss natürlich die Filmuniversität KONRAD WOLF und das Medienboard Berlin Brandenburg genannt werden. Aber auch das Studio Babelsberg, der Rundfunk Berlin Brandenburg, das Studentenwerk Potsdam, die ILB, CinePlus, Radio1, der Oberbürgermeister der Stadt Potsdam und der Studierendenrat unserer Uni unterstützen uns sehr. In jedem Jahr kommen auch wieder neue Kontakte und Partnerschaften dazu, jede Hilfe ist uns willkommen. Wir freuen uns ganz besonders, dass wir vom 25. bis 29. April auch wieder im Kino des Babelsberger fx.Center zu Gast sein dürfen.

 

April 2018

Profil von Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF0331 6202140 m.liebnitz@filmuniversitaet.de http://www.filmuniversitaet.de/

Die interdisziplinär orientierte künstlerische, technologische wie wissenschaftliche Lehre und Forschung zum universellen Thema Film in seinen historischen, aktuellen und zukünftigen Dimensionen kennzeichnet die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. 1954 als Deutsche Hochschule für Filmkunst gegründet, gehört sie zu den modernsten und größten Filmausbildungstätten Deutschlands und erlangte als einzige im Juli 2014 Universitätsstatus.

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