Die Sieben Todsünden von Start-ups im IP Bereich:

 

  1. Keine oder ungenügende Übertragung des IP von den Arbeitnehmern, externen Entwicklern und Gründern auf das Start-up
  • Ausführliche IP Terms in Verträgen sind essentiell für jeden Investor
  • Regelungen zu Open Source oder Arbeitnehmererfindungen müssen beachtet werden

 

  1. Kein oder unzureichender Schutz von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen des Start-ups
  • Konsequente Nutzung von NDAs oder Geheimhaltungsklauseln in Verträgen kombiniert mit technischen Sicherungsmaßnahmen und einer generell restriktiven „Disclosure Policy“ tragen zur Sicherung des Wertes des Start-ups bei

 

  1. Mögliche “Infizierung” des IP und/oder der Geschäftsgeheimnisse des Start-ups mit IP und/oder Geschäftsgeheimnissen von Dritten (durch neue Mitarbeiter oder nach gescheiterten Kooperationen)
  • Unzulässige Nutzung (auch unbewusst) von IP oder Geschäftsgeheimnissen Dritter kann zu signifikanten Haftungsrisiken führen
  • Risikominimierung durch Onboarding Policies, Freistellungsklauseln in (Kooperations-) Verträgen, sauberes Datenmanagement

 

  1. Keine Überprüfung der Verfügbarkeit des gewünschten Firmen- oder Produktnamens (als Marke / Domain)
  • Risiko: hohe Rebrandingkosten
  • Name/Claim Checks vor Aufnahme signifikanter Marketingmaßnahmen

 

  1. Keine oder unzureichende Regelung des Umgangs mit Open Source Software durch die Mitarbeiter des Start-ups
  • Die Open Source Community geht zunehmend aggressiv gegen Lizenzverletzungen vor; „Copyleft“ kann Wert der Software zerstören
  • Saubere Dokumentation in entsprechenden Libraries (auch für zukünftige Investoren); Schulung aller Programmierer

 

  1. Keine oder zu späte Patentanmeldung (nachdem die wesentlichen Informationen der Allgemeinheit offengelegt wurden)
  • Patente können signifikanten Wettbewerbsvorteil darstellen und dauerhafte exklusive Marktposition sichern
  • Herausforderung: Kosten/Nutzen-Abwägungen in „execution driven industries“

 

  1. Keine oder unvollständige allgemeine IP Strategie
  • IP Due Diligence ist wesentlicher Punkt in jeder Finanzierungsrunde
  • Fehlen professioneller Strukturen und Dokumentation von Anfang an können Attraktivität des Start-up signifikant mindern

Der Artikel erschien zuerst bei der Bitkom.

21.09.2018

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