1. Das newmedianet habe ich in 2001 initiiert, weil ich die Idee, in Hamburg entstanden, gut fand und der Bedarf in Berlin offensichtlich war: wahnsinnig viele Neu-Berliner, Aufbruchstimmung, branchenübergreifende Kontaktsuche.
  2. Mein persönliches Highlight in den 15 Jahren medianet ist mitanzusehen, dass wir immer noch weiter wachsen und uns ausdehnen.
  3. Von den 38 mediengipfel ist mir am besten in Erinnerung, dass wir sie alle hatten: Publizisten, Verleger, Fernseh- und Musikschaffende, Filmproduzenten, Internetunternehmer, Kreative und Koffmichs, Politiker, Intendanten, Direktoren – ein Kaleidoskop, immer unterhaltsam, bisweilen lehrreich. Zum 15. Geburtstag schlagen wir deshalb noch mal die Brücke von A wie Analog bis D wie Digital. Und mindestens zwei Frauen werden auf der Bühne sitzen, darunter die neue RBB-Intendantin Patricia Schlesinger.
  4. Auf diesen Gast beim Politischen Morgen bin ich besonders stolz, weil wir natürlich schon ahnten, welches ungeheuere Potential unser Gast hat und wo dereinst ihr Schreibtisch stehen würde, nämlich im Kanzleramt. Es war Angela Merkel.
  5. Mein größter Erfolg war, den Weg geebnet zu haben für die Ansiedlung einiger großer Medienunternehmen in der Stadt, an der Spitze Universal und Springer, um nur einige zu nennen, sowie frühzeitig die Initiative zur Gründung des RBB ergriffen zu haben.
  6. Richtig gescheitert bin ich mit der Illusion, in Berlin fänden es alle ganz großartig, was wir hier machten, und unterstützen uns nach Kräften. Blauäugig. Die Messer waren schon gewetzt, bevor wir anfingen. War mir schnuppe, ist mir schnuppe.
  7. Es existieren vielen Gemeinsamkeiten zwischen Hertha BSC, Bertelsmann, WMP und dem medianet, und zwar … haben die es mit mir und habe ich es mit denen jeweils ziemlich lange ausgehalten. Ob das allerdings in den einzelnen Häusern immer von frenetischem Applaus begleitet war, weiß ich natürlich nicht.
  8. Für 1 Euro Jahresgehalt waren Sie ab 2000 für drei Jahre Medienbeauftragter der Länder Berlin und Brandenburg. Was war Ihre Motivation für das Ehrenamt? Was haben Sie bewirken können? Wenn der Regierende Bürgermeister ruft, sagt man schon mal nicht Nein. Und ehrlich: ich wollte wirklich helfen. Berlin und auch Brandenburg waren unterentwickelt im Medienbereich, es fehlten Kontakte und ein Konzept.
  9. Mit welcher Persönlichkeit würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken gehen? Mit Marlene Dietrich, um mit ihr über alte UFA-Zeiten zu reden; die UFA wird nächstes Jahr 100. Und mit Jürgen Klopp, weil sein Club in Liverpool genau wie Hertha BSC nächstes Jahr 125 alt wird. Sie sehen, Kaffee hin und her, ich komme aus dem Feiern gar nicht mehr raus.
  10. Was würde Sie heute gerne anders machen? Was genauso wieder und warum? Das ist nun gar nicht mein Ding, mir über entgangene Chancen oder Fehler der Vergangenheit den Kopf zu zerbrechen. Ärmel aufkrempeln, nächstes Ding.
  11. Welchen Ratschlag geben Sie jungen UnternehmerInnen mit? Machen, machen, machen – noch sind gute Zeiten für Unternehmer. Und bitte einen starken CFO, der sein Handwerk versteht.
  12. ICH bin … 1. norddeutsch-stur 2. gelassen 3. „nachtragend“ ( wg. Wiedervorlage!)
  13. Mein Berlin-Brandenburg … 1. mein Kiez in Mitte 2. mein Netzwerk 3. meine Hertha
  14. Gründergeist ist … 1. Kreativität 2. Mut 3. Beharrlichkeit
  15. DIGITAL sein heißt … 1. Vertrautes überprüfen 2. Neues lernen 3. Alt und neu zusammenbringen