1. Herr Höhn, Sie sind viele Jahre in internationalen Unternehmen im Bereich mobile Internet-Dienste tätig gewesen und haben oft im Ausland gearbeitet. Seit September sind Sie Geschäftsführer und Inhaber des Internetproviders CBXNET. Was gefällt Ihnen daran, in Berlin ein IT-Unternehmen zu leiten?
    • Die früher eingemauerte Stadt hat sich der Welt geöffnet und die kreative Szene und technischen Innovatoren sind dem Ruf gefolgt. In Berlin trifft sich das junge Europa, und mit seiner Sogwirkung als kreativer Schaffensraum erfindet sich die Stadt unentwegt neu. Durch den wachsenden Zuzug von innovativen Gründern und Firmen aus aller Welt entwickelt sich Berlin zum Labor für Zukunftsthemen. Damit ist die Stadt das ideale Geschäftsumfeld für meinen Anspruch, globale Technologietrends im lokalen Kontext zur Anwendung zu bringen. Dazu kommen neuerdings auch immer mehr Investoren mit internationalem Format, welche nun dem seit jeher vorhandenen Innovationspotential der Stadt auch eine langfristige Wachstumsperspektive geben. Berlin ist und bleibt damit aus vielen Gründen ein Ort „to be“.
  2. Wie ist Ihr Unternehmen für die Anforderungen der Startup Szene, insbesondere der Hauptstadtregion, und der Medien- und Digitalen Wirtschaft aufgestellt?
    • Durch den konstanten Zuzug und die Gründung von jungen innovativen internetaffinen Unternehmen entwickelt sich die hiesige Bedarfslage für Internetprovider deutlich agiler und erfordert schnelle und modernste Lösungsangebote. Mit dem Ausbau unserer Richtfunkinfrastruktur können wir die Anforderungen dieser Kunden optimal bedienen und den Speed der Internet Startup Szene, der Medien- und Digitalen Wirtschaft mit flexiblen Breitband Angeboten befeuern.
    • Für idealo, Deutschlands führenden Online-Preisvergleich benötigte CBXNET gerade mal eine Woche von Vertragsabschluss bis zur Freischaltung von breitbandigem Internet. Gleiches gilt für die Internet-Versorgung von Events. Mit großer Leidenschaft werden in dieser Stadt nach wie vor phantastische Locations für Events entdeckt und bespielt. In der Regel können wir hier im Großraum Berlin an allen möglichen und unmöglichen Orten kurzfristig breitbandiges Internet bereitstellen, wenn auch schon mal eine Arbeitsbühne dafür nötig ist. Auch im Brandenburger Umland erreichen wir unsere Kunden mit Richtfunk, so z.B. einen großen Fachhandel für Reitsport im Kreis Barnim.
  3. Welche Aufgaben und Herausforderungen sehen Sie langfristig für CBXNET?
    • Natürlich hat Berlin in den letzten Jahren in der Internet-Versorgung aufgeholt. Trotzdem gibt es, auch aufgrund der Historie der Stadt, durchaus noch weiße Flecken im Großraum Berlin. Dafür ist die Breitband Initiative des Bundes ein deutlicher Beleg. Diese Lücken zu füllen – z.T. auch in bester zentraler Lage – ist eine unserer vorrangigsten Aufgaben, wofür wir mit unserer regionalen Funkinfrastruktur einzigartige Möglichkeiten haben.
    • Daneben wollen wir als regionaler Partner des Vertrauens zukünftiges Wachstum mit selektiven Mehrwertdiensten für den Mittelstand generieren. Die Entwicklung von neuen Diensten beginnt dabei in sehr enger Kooperation mit innovativen Pilotkunden auf lokaler Basis. Aktuell installieren wir für eine international operierende Hilfsorganisation mit Hauptsitz in Berlin modernste Groupware Dienste (E-Mail, Kalender, Aufgaben Management) in unserem hiesigen Rechenzentrum. Die ersten Nutzer hiervon werden schon bald Mitarbeiter in Ostafrika sein, die damit auch bei z.T. eingeschränkter Internetanbindung im mobilen Einsatz deutliche Produktivitätsgewinne erwarten können.
    • Dieses und weitere hybride Cloud Services Angebote werden wir auf Basis einer universellen Service Architektur schnell und effizient auch überregionalen Kundengruppen zur Verfügung stellen und damit weitere Skalierungspotentiale erschließen.

 

Datum: 13.03.2015