1. Welches Game war Dein Erweckungserlebnis?
    • David Mohr (Gamevil USA): International Karate!
    • Janusz Buttgereit (Barzahlen): Delta Force, PC-Game (First Person Shooter) und Anno 1604, PC-Game (Wirtschaftssimulation)
    • Daniel Rosga (Exozet): „The Legend Of Zelda – Link’s Awakening“. Ab dem Zeitpunkt wusste ich, dass Spiele einen ganz besonderen Stellenwert für mich haben.
    • Thomas Langhanki (Experimental Game): Ich würde es nicht an einem einzigen Spiel festmachen wollen – es war einfach das neue Medium als Ganzes. Meine Erfahrungen mit Computerspielen reichen bis in die Mitte der 1980er Jahre zurück. Damals prägten mich C64-Spiele, später fand dann auch ein Amiga seinen Weg in mein Heim. Es war toll zu sehen, was die Computer leisten konnten. Jump ‚n‘ Run Spiele (bspw. Great Giana Sisters) bzw. Adventures (Zak McKracken) waren toll. Besonders geprägt hat mich aber mein erstes eigenes Spiel “Pizza Connection”, das ein Verkaufsschlager wurde. Die damalige Branche ist mit der heutigen nicht zu vergleichen.
    • Christian Hellinger (MAGIX): Tetris auf einem Gameboy mit 4-stelliger Seriennummer – einer der ersten in DE!
    • Jan Schneidereit (MOTHERSHIP): Mit ‚Barbarian‘ von 1987 habe ich unzählige Stunden auf dem C64 verbracht.
    • Marie Amigues (Altagram): Tetris and then the first release of Prince of Persia in 1989 🙂
    • Katrin Kemter (Altagram): Final Fantasy X! Story, Charaktere & Kampfsystem – da hat einfach alles gepasst.
  2. Warum präsentierst Du Dich auf dem Messegemeinschaftsstand gamescom? Anders gefragt … Was bringt Dir die gamescom?
    • David Mohr (Gamevil USA): Wir treffen auf der gamescom sehr viele internationale Partner und Entwicklungsstudios, mit denen wir arbeiten oder arbeiten möchten. Dazu ist es sehr angenehm, mit einem eigenen Stand oder zumindest einer eigenen Kabine eine fixe Anlaufstelle für alle zu haben. Da wir hier in Berlin nur ein kleiner Außenposten einer großen asiatischen Firma sind, ist die Lösung mit dem Gemeinschaftsstand für uns super praktisch.
    • Janusz Buttgereit (Barzahlen): Wir sind als junges Unternehmen aus der Paymentbranche ein typisches Startup aus Berlin. Da wir auch im Gamingbereich aktiv sind, ist es für uns eine sehr gute Möglichkeit mit unseren Kunden und neuen Interessenten zu einem überschaubaren Preis in persönlichen Kontakt zu treten.
    • Daniel Rosga (Exozet): Die familiäre Atmosphäre ist einmalig – es ist jedes Jahr wie nach Hause kommen!
    • Thomas Langhanki (Experimental Game): Ein Stand auf einer Messe wie der gamescom ist mit einigen Kosten und nicht minder geringem logistischen Aufwand verbunden. Das Angenehme an einem Gemeinschaftsstand ist es, an einer vorhandenen Infrastruktur andocken zu können und sich nicht um jedes Detail kümmern zu müssen – sehr bequem für kleinere und mittlere Unternehmen wie uns. Und an sich ist die gamescom natürlich ein Muss, weil viele potenzielle Partner und Auftraggeber vor Ort sind – und natürlich wollen auch die Beziehungen zu aktuellen Partnern gepflegt sein. Wenn es die Zeit zulässt, werde ich aber sicherlich auch einen Ausflug in die anderen Hallen unternehmen – ich bin schließlich nach wie vor selbst Gamer.
    • Christian Hellinger (MAGIX): Austausch und Geschäfte mit bestehenden Partnern, wertvolle neue Kontakte.
    • Jan Schneidereit (MOTHERSHIP): Die gamescom ist einfach einzigartig. Nirgends triff man mehr Leute aus der Branche.
    • Marie Amigues (Altagram): Gamescom is the biggest event in video games in Europe, so it’s the perfect moment for networking and meeting people.
    • Katrin Kemter (Altagram): Den Kontakt zu interessanten neuen und bestehenden Partnern aus der Gamesbranche.
  3. Ich bin im games.net berlinbrandenburg, weil … ?
    • David Mohr (Gamevil USA): … es das wert ist.
    • Janusz Buttgereit (Barzahlen): Ouups… was soll ich sagen. Wir sind zwar kein Mitglied im games.net, aber seit Jahren in der Gaming-Branche engagiert und an den Entwicklungen interessiert.
    • Daniel Rosga (Exozet): …es ein buntes Sammelsurium aus kreativen und ideenreichen Köpfen ist, bei dem man immer ein offenes Ohr finden wird.
    • Thomas Langhanki (Experimental Game): Vernetzung und Erfahrungsaustausch sind für junge Unternehmen immens wichtig. games.net ist ein wichtiger Multiplikator in der Hauptstadtregion und darüber hinaus. Darüber hinaus freut es uns außerdem so oder so, auf den regelmäßigen Veranstaltungen auch Freunde und alte Bekannte wiederzutreffen.
    • Christian Hellinger (MAGIX): … es letztes Jahr bereits super für uns funktioniert hat 🙂
    • Jan Schneidereit (MOTHERSHIP): …es super Möglichkeiten bietet, sich mit Leuten aus der Branche auszutauschen.
    • Marie Amigues (Altagram): Altagram is located in Berlin and I love working with the people from media.net who took care of the organization of the event.
    • Katrin Kemter (Altagram): … wir zeigen wollen, dass Spielelokalisation echt dufte sein kann.
  4. Welche (politischen) Rahmenbedingungen wünscht Du Dir für die Berliner Gamesbranche?
    • David Mohr (Gamevil USA): Die Berliner Mieten steigen immer weiter und mittlerweile ist es nicht mehr so einfach, als kleine Firma eine schöne Fläche zu finden. Selbst für uns als Teil eines großen internationalen Unternehmens ist das nicht so leicht. Eine Art Inkubator / Startup Campus wäre eine gute Sache, wenn man schon ansonsten nicht viel finanziell fördern kann oder will.
    • Janusz Buttgereit (Barzahlen): Nach dem Vorbild der Gamecity:Hamburg wäre es super, allen bestehenden Firmen und Gründungsinteressierten in der Gamingbranche in allen Bereichen zu unterstützen. Konkret beim Finden geeigneter Büro-Räumlichkeiten, Erleichterungen beim Gründen neuer Unternehmen. Besseren Zugang zu Risiko-Kapital und –öffentlichen Zuschüssen zur Finanzierung der eigenen Ideen und Projekte, Events zur besseren und einfacheren Vernetzung der Berliner Gaming-Szene. Hier könnte man sowas wie einen Firmen-Guide heraus rausbringen, der zu all den genannten Punkten informiert und passende Kontakte bzw. Anlaufpunkte zur Verfügung stellt.
    • Daniel Rosga (Exozet): Die möglichst unbürokratische (weitere) Förderung von kleineren und Indie Studios.
    • Thomas Langhanki (Experimental Game): Ich wünsche mir, dass die aktuelle Entwicklung konsequent fortgesetzt und der kulturelle als auch wirtschaftliche Stellenwert des Mediums Spiels weiter in den Mittelpunkt rückt. Dort hat sich einiges getan – vor 10 bis 15 Jahren sahen es in Sachen Anerkennung und Förderungsmöglichkeiten noch deutlich düsterer aus. Nach und nach erkennt die Politik, dass Spiele und ihre Schöpfer keine Nische mehr sind, dass es eine große Vielfalt an Genres und somit Zielgruppen gibt. Im Vergleich zu den Förderstrukturen und -volumen im Filmbereich gibt es da sicher noch Potenzial nach oben.
    • Christian Hellinger (MAGIX): Förderung der Gamesbranche als wichtiger Teil der Berliner Kreativwirtschaft.
    • Jan Schneidereit (MOTHERSHIP): Die Anerkennung der Gamesbranche als förderungswürdigen Wirtschaftszweig.
    • Marie Amigues (Altagram): That’s an interesting question… that I would prefer not to answer … 😉
    • Katrin Kemter (Altagram): Das ist eine sehr interessante Frage, aber hier drücken wir die Taste „überspringen“ 🙂
  5. Dein Unternehmen in (ungefähr) 10 Worten?
    • David Mohr (Gamevil USA): Wir sind einer der größten Koreanischen Mobile-Games-Publisher.
    • Janusz Buttgereit (Barzahlen): Barzahlen.de – Wir ermöglichen Gamern, den Kauf von Zugangskeys oder Inhalten von Ihren Lieblingsspielen mit Bargeld im angebundenen Einzelhandel zu bezahlen. Okay, das sind zwar 19 Worte, aber hoffentlich ein verständlicher ein Satz. 🙂
    • Daniel Rosga (Exozet): Deine Idee, dein Produkt – deine Agentur für digitale Transformation!
    • Thomas Langhanki (Experimental Game): Mit neuem Ansatz aus Konsumenten Schöpfer machen und Kreative vernetzen.
    • Christian Hellinger (MAGIX): see.hear.feel.create
    • Jan Schneidereit (MOTHERSHIP): Experten für integriertes Marketing für digitale Entertainmentprodukte.
    • Marie Amigues (Altagram): Passionate, transparent, fun, involved, geek and adventurous.
    • Katrin Kemter (Altagram): Jung, dynamisch, international, sprachlich begabt, qualitätsorientiert, außergewöhnlich, kreativ und uffjeweckt.

 

Herzlichen Dank an David Mohr (Gamevil USA), Jana Beermann (Barzahlen), Daniel Rosga (Exozet), Thomas Langhanki (Experimental Game), Christian Hellinger (MAGIX), Jan Schneidereit (MOTHERSHIP) sowie Marie Amigues (Altagram) und Katrin Kemter (Altagram) für das Gespräch.

Datum: 17.08.2016