Knapp 70 Teilnehmer*innen aus Berlin und Brandenburg verfolgten interessiert die 1,5 stündige Veranstaltung und tauschten sich aktiv mit dem Regierenden Bürgermeister aus. Anlässlich der zurückliegenden 68. Berlinale unterstrich Michael Müller die Wichtigkeit der Digitalisierung für die Kreativwirtschaft, die auch gleichzeitig Schrittmacher für Innovationen und selbst Gestalter dieses Wandels ist. Dem Cluster Kreativwirtschaft stellte er eine herausragende Bedeutung bei, da hier über 21 Prozent der Unternehmen tätig sind.

Ebenso betonte Michael Müller die Bedeutung der Hauptstadtregion als Filmregion Nr. 1 in Deutschland und sein Ziel, die Anziehungskraft nicht erblassen lassen zu wollen. Erfolgreiche Produktionen wie „Berlin Babylon“ tragen zur Attraktivität der Region bei und strahlen weit darüber hinaus.

Aber nicht nur die Entwicklungen der Filmindustrie sieht Michael Müller auf dem richtigen Weg, ebenso auch die Gameindustrie. Gerade Berlin hat sich zu einem bedeutenden Standort der Gameindustrie entwickelt. Neue Technologien wie VR und AR tragen im großen Maße dazu bei. Weit mehr als 1.500 Unternehmen sind dieser Branche in Berlin tätig. Gleichzeitig erfahren 30 Prozent dieser Unternehmen Förderungen in Höhe von 1,9 Millionen Euro jährlich.

Förderungen und Förderstrukturen verändern sich durch die fortschreitende Digitalisierung. Insbesondere die Branche der digitalen Medien wird ressortübergreifend in den Blick genommen, um zielgerichtet zu unterstützen und breit zu fördern. Das gilt auch für die Gamesbranche. Dies gilt es weiter zu stärken und auszubauen, die Förderungen müssen aufgestockt werden.

Ein ebenfalls großes Ziel laut Müller sei es, Berlin weiter als Wissenschaftsstandort auszubauen und noch konsequenter zu vernetzen. Während Unternehmen oder Messen oft auch nach einigen Jahren den Standort wechseln, siedeln sich wissenschaftliche Einrichtungen dauerhaft an und zahlen auf den Standort ein. Berlin ist ein international anerkannter Forschungs- und Wissenschaftsstandort und soll hier weiter ausgebaut werden. Davon zeugen auch die 50 neu besetzten Digitalprofessuren. Wissenschaft und Wirtschaft wachsen immer weiter zusammen. Und genau hier wird der entscheidende Faktor für Innovationen gesehen, Raum für Vernetzung.

Insgesamt beherrschten diese Themen den Politischen Morgen:

  • Vision für Berlin im Jahr 2025 – 2030
  • Förderung
  • Start-ups
  • Bildung
  • Wissenschaft
  • Öffentliche Verwaltung

Natürlich sieht Michael Müller weiteren Handlungsbedarf. Insbesondere bei der Einstellung von geeignetem Personal für die öffentliche Verwaltung, aber auch für Schulen. Gerade für die Neubesetzung von Stellen in der Verwaltung konkurriere man sehr stark mit der Wirtschaft. Denn Personal, das in der Berliner Verwaltung anfangen könnte, ist auch interessant für Unternehmen, wo es bis zu 30 Prozent mehr verdient.

Gleiches gelte auch für Lehrer. Hier können nur Anreize geschaffen werden, es fällt aber schwer, das fehlende Interesse für den Beruf eines Lehrers aufzuheben. Hier kann nur an junge Studierende appelliert werden, eine Ausbildung zum Lehrer ins Auge zu fassen.

Wir danken unserem Partner KPMG für die Ausrichtung und Unterstützung des Politischen Morgens ebenso wie Frau Prof. Dr. Stürmer und Herrn Frank Wiethoff für die Moderation. Unser besonderer Dank gilt auch dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller für die erneute Teilnahme am Politischen Morgen und unseren engagierten Gästen.

 

Eine Veranstaltung von

 

Mit freundlicher Unterstützung von