1. Christiane Gehrke, was genau ist Gaming – Aid?
    • Gaming-Aid ist ein 2013 gegründeter gemeinnütziger Verein, der sich uneigennützig für die gute Sache einsetzt. Durch die Zusammenarbeit und Unterstützung mit und von Gamern und Publishern können wir in Notsituationen mit schneller und unkomplizierter Hilfe sowohl finanziell als auch materiell Beistand leisten. Den ultimativen Startschuss lieferte am 12. Dezember 2015 die erste Auflage der Spendenaktion „Friendly Fire“, ein seitdem jährlich von YouTubern und Streamern wie beispielsweise Gronkh oder dem Team von PietSmiet durchgeführter gemeinschaftlicher Livestream. Es wurden dabei 123.000 Euro zu Gunsten von Gaming Aid e.V. gesammelt. 57.000 Zuschauer hatten zur Höchstzeit eingeschaltet. Das war echt der Wahnsinn, denn ab dem Moment waren wir finanziell tatsächlich handlungsfähig.
  2. Welche Einrichtungen und Projekte unterstützt ihr?
    • Das ist total unterschiedlich. Wir sind in der Kinder- und Jugendhilfe unterwegs, wie z.B. beim „Ausbildungswerk Kreuzberg“, wir unterstützen Krebsprojekte, speziell Kinderkrebsstationen, Demenzprojekte sowohl für Erwachsene als auch für Kinder, Familien, die unverschuldet in Not geraten sind und so weiter. Jedenfalls sind das so die Kerngebiete. Unser aktuelles Projekt ist die Kooperation mit dem Kinderhospiz „Berliner Herz“. Das haben wir über das media:net kennengelernt und sind total froh, da was machen zu können. Ist halt immer super wichtig, die in unserer Satzung festgeschriebenen Voraussetzungen der Gemeinnützigkeit einzuhalten. Ach ja, eine besonders tolle Sache hab ich noch: Unser Baby „Gaming-Aid Stipendien“, bedeutet: Evaluation und Realisation von Gaming-Aid-Stipendien für finanziell benachteiligte angehende Studenten verschiedener gaming-relevanter Studiengänge in Deutschland. Ist jetzt im März angelaufen mit Ende der Bewerbungsfrist zum 31.3.2018.
  3. Von Tom Putzki Consulting zu Gaming Aid: Wie kam es dazu? Was ist Dein Antrieb? Gab es ein Aha Erlebnis, einen Magic Moment
    • Ich war sofort Feuer und Flamme für die Idee „Gaming-Aid“ und wurde 2013 Gründungsmitglied des Vereins. In der Zeit erkrankte Frank Fitzner, einer meiner besten Freunde und außerdem ein sehr beliebter Kollege, an Krebs, Familienvater mit zwei Töchtern. Als 2015 das erste „Friendly Fire“ lief und wir soviel Kohle geschenkt bekamen konnten wir sofort helfen und haben für die beiden Mädels eine große Ausbildungsversicherung abgeschlossen. Und das alles hat Frank noch erleben dürfen. Es hat ihn gefreut und sehr beruhigt, bevor er dann 2016 gestorben ist. Diese Aktion war in der Tat ein Magic Moment. Für mich ist das Allerschönste einfach die Dankbarkeit, die wir bekommen. Es tut einfach mal verdammt gut, Gutes zu tun in diesen Zeiten. Das wiederum lässt mich dankbar sein.
  4. Wie können Games Unternehmer*innen in Berlin Brandenburg Gaming-Aid unterstützen?
    • Na vor allem erst mal Mitglied werden. Einen Antrag findet man auf unserer Website. Und natürlich sind Kooperationen, die uns helfen, immer wieder mit interessanten Menschen zusammen- und ins Gespräch zu kommen, total wichtig und hilfreich. Und wer auch immer was hört über Schicksale oder unterstützendwerte Projekte: Unbedingt Bescheid sagen. Geldspenden nehmen wir natürlich auch, Spendenbescheinigungen sind selbstverständlich.

Bildergebnis für gaming aid logo

 

Mai 2018 Fotocredit: Christiane Gehrke

Der Trailer zur Spendenaktion „Friendly Fire“:

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