Als etablierte Plattform für die Berliner Werbeindustrie bringt das Matchmaking Dinner einmal im Jahr Kreative und Macher aus Wirtschaft und Agenturen zusammen.

Berlins Wirtschaft boomt – auch dank der expandierenden Kreativ- und Digitalbranche. Die Hauptstadt ist beliebt, was sich auch bei den Neugründungen und Ansiedlungen widerspiegelt.

Dabei punktet die hiesige Kreativszene mit ihrer Mischung aus traditionsreichen Werbeagenturen und auf digitale Transformation spezialisierten Newcomern. Berlin bietet großartiges kreatives Potenzial. Die Vernetzung der Berliner Akteure ist eine der Aufgaben der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe.

Zum Beginn des Dinners begrüßten Andrea Peters (media:net berlinbrandenburg e.V.) und Frau Senatorin und Bürgermeisterin Ramona Pop (Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe) die Gäste.

Besonders beeindruckend war die Keynote von Imran Ayata, Autor und Campaigner bei Ballhaus West, der in seiner Rede, die besondere Rolle und Verantwortung der anwesenden Kreativen betonte, wenn es um die Themen politische Haltung und Meinungsbildung in der Arbeitswelt geht. Wir lebten nicht nur, sondern arbeiteten auch in einer demokratischen Gesellschaft. Deshalb sei auch Arbeit politisch, nicht nur im kreativen Umfeld. Sie, die kreativen Strategen, müssten sich verhalten, besonders da sie mit ihrer Arbeit Öffentlichkeiten adressieren.

Geschäftsführer müssten sich rollenadäquat verhalten und tradierte und nicht mehr zeitgemäße Rollenbilder überholen. Agenturen sollen Vorreiter und Vorbild z.B. neue Arbeitsmodelle leben, intern kulturelle Differenzen und Diversität leben. Gleichzeitig erlebten wir eine immer stärkere Differenzierung und Fragmentierung der Gesellschaft, die Konflikte verstärken und somit auch Talente mit spezifischeren Skills benötige. Der tektonischen Rechtsverschiebung der Gesellschaft und mit ihr der Kommunikation und Wahrnehmung, müsse ein Korrektiv entgegengesetzt werden.

Diese Aufgabe betreffe nicht nur die Öffentlichkeit und Politik, sondern auch die Wirtschaft und insbesondere die Kreativwirtschaft, die mit ihren Kommmunikationsaufträgen eine besonders verantwortungsvolle Rolle einnehme. Denn Politik gehört zum Geschäft. Um gemeinsam miteinander friedlich leben zu können, müssten wir alle unsere Komfortzone verlassen, um diesen Ressentiments ein gesellschaftliches Narrativ entgegenzusetzen.

Nach diesen engagierten Worten galt der restliche Abend dem kommunikativen Austausch der Gäste untereinander.

Die Vernetzung von Wirtschaft und Kreativagenturen wird auch in diesem Jahr in verschiedenen Formaten von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und dem media:net berlinbrandenburg vorangetrieben. Die nächste Möglichkeit für Austausch und Themensetzung bietet der Salon Kreativ zum Thema Influencer Marketing und der Industry Day gibt den Agenturen die Gelegenheit zur Präsentation vor potentiellen Bewerbern.

Besonderer Dank gilt Imran Ayata, sowie unseren Partnern Eventbrite und KPMG.

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