Nach einer kurzen Begrüßung von Andrea Peters (Vorstandsvorsitzende des media:net berlinbrandenburg) und Rainer Weichhaus (Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Partner bei Mazars), führte Dr. Kathrin Brunner (Geschäftsführerin der Starberry. the media factory) durch das Gespräch mit Dr. Jan Schulte-Kellinghaus (Programmdirektor des rbb).

Die Teilnehmer*innen erhielten Einblicke in die Zukunft des rbb, seinen digitalen Wandel und erfuhren, wo die Hürden bei der Digitalisierung liegen. Fakt ist, dass die deutsche Rundfunkpolitik noch sehr linear eingestellt ist und der Streamingmarkt von amerikanischen Großkonzernen dominiert wird. Dennoch müssen die öffentlich-rechtlichen Sender hier aufholen, allen voran die ARD Mediathek. Wäre eine gemeinsame Mediathek aller öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten denkbar? Wie würde eine digitale Nachrichtensendung aussehen und kann das Radio-Programm in Zukunft personalisierter ablaufen? Für die Zukunft sieht der rbb ein neues digitales Medienhaus vor, welches sich zum Ziel setzt, Nachrichtenredaktionen besser zu vernetzen und zusammenzuschließen. Ebenso soll sich der Radiosender „Fritz“ zu einer digitalen Marke entwickeln und Inhalte auf digitalen Plattformen teilen.

Der rbb ist für die Region Berlin-Brandenburg ein wichtiger Sender und vereint das Leben auf dem Land mit dem Leben in der Stadt. „Ein Sender der Gegensätze“, so  Schulte-Kellinghaus. Doch wie genau Fernsehen und Radio in Zukunft konsumiert werden, lässt sich laut Schulte-Kellinghaus aufgrund der Entwicklungsgeschwindigkeit schwer voraussagen. Für ihn ist aber eins klar:„Geschichten werden sich die Menschen immer angucken“.

Wir danken unseren Teilnehmer*innen für das Interesse und die Teilnahme an diesem production:net BREAKFAST und freuen uns über die großartige Unterstützung von Mazars. Ebenso danken wir dem Medienboard Berlin-Brandenburg für die Förderung des production:net. Ohne sie wären unsere Veranstaltungen nicht möglich. Wir freuen uns auf die nächste spannende Veranstaltung mit Ihnen!

 

 

Dr. Jan Schulte-Kellinghaus wurde 1969 in Duisburg geboren. Er studierte Rechtswissenschaften in Bonn und Erfurt und arbeitete nebenher als Reporter für Hörfunk und Fernsehen. Ab 1994 war er als Reporter für das ZDF Landesstudio Thüringen tätig, dessen stellvertretender Leiter er 1996 wurde. 1998 ging er als stellvertretender Redaktionsleiter zum ZDF-Boulevardmagazin „Hallo Deutschland“.

Ab dem Jahr 2000 leitete Schulte-Kellinghaus die Talkredaktion des NDR in Hamburg, 2005 zusätzlich die Unterhaltungsredaktion. Ab 2007 war er für den Programmbereich NDR Fernsehen und Koordination beim NDR verantwortlich und ab 2010 Geschäftsführer ARD Koordination Vorabend. Seit März 2017 ist Schulte-Kellinghaus Programmdirektor beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb).

 

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