Im Jahr 2016 haben die etablierten Parteien in Deutschland Stimmen an aufstrebende, populistische Vereinigungen verloren, deren Ideologie zum Teil Facebook-Gruppen entspringt und in diesen über gezielte Falschmeldungen verfestigt wird. Gleichzeitig konnte die Wahl in den USA durch einen Politik-Neueinsteiger gewonnen werden, der die klassischen Regeln der Wahlkampf-Kommunikation auf den Kopf gestellt und sich auf die 140 Zeichen eines Tweets beschränkt hat, wo die Konkurrentin Millionen für TV- und Billboard-Ads ausgegeben hat.

Welche Konsequenzen ziehen die etablierten Parteien Deutschlands daraus für den Bundestagswahlkampf 2017? „Fake News“ sollen frühzeitig gemeldet, „Social Bots“ gemieden werden. Trotzdem kann kein Wahlkampf gewinnbringend geführt werden, ohne die Wählerschaft in den Sozialen Medien an sich zu binden. So rollt der „Schulzzug“ bereits im Internetforum Reddit, die CDU reißt für ein neues digitales Team Mauern im Adenauer-Haus ein und die LINKE, so wird geschrieben, plant gar 50% ihres Budgets für den digitalen Wahlkampf ein.

Bei all dem müssen Parteien und Politiker ihre Authentizität wahren und in einer alternden Gesellschaft darauf achten, inklusiv zu kommunizieren. Wie hier vorgegangen wird, um im Spagat zwischen Digitalisierung und Politikverdrossenheit mit politischen Themen die Bevölkerung zu erreichen, und wo Werbe- und Kommunikationsagenturen an dieser Schnittstelle ihre Position im kommenden Bundestagswahlkampf finden können, wollen wir im Juni beim Salon Kreativ mit Vertretern von beiden Seiten diskutieren.

Zu Gast sind Thomas Heilmann, Stellvertretender Landesvorsitzender der CDU Berlin und ehemaliger Berliner Senator für Justiz und Verbraucherschutz, Frank Stauss, Geschäftsführer BUTTER und Robert Heinrich, Wahlkampfmanager BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Matthias Höhn, Bundesgeschäftsführer DIE LINKE, Andreas Mengele, Geschäftsführer Heimat Berlin und Patrick Bales, Geschäftsführer von Stoyo Media. Moderiert wird der Talk von Sven Oswald, Journalist und Radio-Moderator (u.a. radioeins).

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Über den Salon Kreativ

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Das Kooperationsprojekt Salon Kreativ wird veranstaltet vom media:net berlinbrandenburg e.V. gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe (SenWEB) und Projekt Zukunft.

Die Initiatoren wollen mit dem Salon Kreativ ein Format anbieten, das aktuelle Themen der Kreativ- und Werbebranche aufgreift. Bei diesem Format treffen sich Entscheider aus Media- und Kreativwirtschaft fernab vom Business-Alltag in exklusiver Runde. Der Austausch zwischen den kreativen Köpfen und den geladenen Experten steht dabei im Vordergrund.