Denise Anh-Dao Beyschlag (media:net berlinbrandenburg) begrüßte die rund 70 Gäste am Potsdamer Platz, bevor Gastgeber Dr. Christoph Wagner (Morrison & Foerster) und Kathleen Schröter (Fraunhofer HHI) überleiteten in das volle Programm.

Der abschließenden Panel-Diskussion gingen zwei Keynotes von Alessandro Reitano (Sky) und Wilfried van Baalen (Galaxy Studios Group) voraus. Reitano stellte die Frage, ob VR das nächste große Ding in der Sport-Übertragung ist und verwies neben ersten Projekten – etwa zum DFB-Pokalfinale  – auf die Sky VR App. Mit dieser möchte Sky verschiedene Umsetzungen von VR-Formaten testen, um in diesem Bereich organisch zu wachsen. Auf die Bedeutung von immersivem Sound bei der Umsetzung von VR-Projekten verwies Wilfried van Baalen. Mit seinem Auro Sound System hat van Baalen bereits über 200 Filmen und mehr als 400 Musikalben zu einem immersiveren Sound verholfen.

Das Zentrum des Abends bildete die Panel-Diskussion über VR in der Games- und Filmbranche. Dabei waren Podiumsteilnehmer aus allen Bereichen geladen. Michael Hammon, Dekan und Professor an der Filmuniversität Babelsberg, forscht bereits seit 2009 mit seinen Studenten über Neue Medien und 360°-Videos. Im selben Jahr gründete Prof. Thomas Bremer von der HTW Berlin die Virtual Archeology Research Group, um besonders Archäologen in ihrer Arbeit ein ganz anderes Erlebnis zu ermöglichen. Ein weiterer Case neben vielen anderen ist das TRACY:VR Virtual Reality Training for Emergency Based Scenarios. Mittels einer Augmented Reality (AR) Anwendung bietet dagegen Sebastian Winkler (shoutr labs) Museumsbesuchern neue Einblicke und macht damit den im Naturkundemuseum ausgestellten Tyrannosaurus Rex „Tristan“ vor Ort ganz anders wahrnehmbar.

Ganz anders ermöglichte Georg Tschurtschenthaler (Gebrüder Beetz) in „Tankstellen des Glücks“ Immersion. Hier konnten die Zuschauer via VR-Brille beispielsweise mit Friedrich Lichtenstein im Auto sitzen. Dennoch macht sich auch die Produktionsfirma keinen Druck und plant das nächste große Projekt bedachtsam. Dass auch VR noch etwas Zeit braucht, erläuterte Martin Herzberg (Trixter Berlin). Erst müsse es massentaugliche Produkte geben, auch das Kino als soziales Ereignis könne nicht ohne weiteres durch die private VR-Erfahrung ersetzt werden. Timo Ullmann (Yager Development) setzt diesbezüglich auf die VR-Brille von Sony, die in Verbindung mit deren Spielkonsole aufzeige, in welche Richtung es für VR – zumindest im Bereich Gaming – gehen könne.

Die Gegenwart der Games- und Filmbranche stellt VR momentan also nur als Hype dar. Die Zukunft aber wird sich erst noch zeigen müssen.

Wir danken den Panelisten für ihre Einschätzungen zu VR, Alessandro Reitano und Wilfried Bellen für ihre Keynotes und ganz besonders Morrison & Foerster für die Gastfreundschaft sowie unseren Gästen für ihre Teilnahme. Auch bei allen Partnern und Sponsoren von games:net und production:net möchten wir uns bedanken.

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Diese Veranstaltung wurde freundlich unterstützt durch den Virtual Reality e.V. Berlin-Brandenburg.